Spacer

HPU/KPU

Hämopyrrollactumurie (HPU) und Kryptopyrrolurie (KPU)

Sind Ihnen Beschwerden wie eine starke innere Anspannung, Allergien, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, immer wiederkehrende Infekten oder Kopfschmerzen vertraut? Sie fühlen sich einfach nicht sehr belastbar und beobachten neu auftretende Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Sie waren deswegen schon bei mehreren Ärzten, aber niemand konnte das Rätsel lösen und Ihnen weiterhelfen? Möglicherweise leiden Sie aus Sicht der orthomolekularen Medizin wie bis zu 10% der weiblichen und 1% der männlichen Bevölkerung unter einer HPU oder KPU.

Valide wissenschaftliche Studien zum Nachweis der HPU oder KPU existieren nicht. Das ist eine Arbeitshypothese und damit Alternativmedizin.


Was ist eine HPU oder KPU?

Sowohl die HPU (Hämopyrrollactumurie) als auch die KPU (Kryptopyrrolurie) sind Stoffwechselstörungen (keine Krankheiten!), bei denen die Bildung von Häm, das ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen ist, gestört ist. Neben dem Sauerstofftransport hat Häm auch eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel sowie bei der körpereigenen Entgiftung. Bei einer HPU oder KPU ist das Häm nicht funktionsfähig, der Körper muss es also ausscheiden, um eine weitere Schädigung zu verhindern.

Was soll im Körper bei einer HPU oder KPU geschehen?

Beim Abbau des Häms entstüden Pyrrole, die bei der HPU oder KPU aufgrund der hohen Anzahl nicht nur über die Leber, sondern auch über die Nieren und den Urin ausgeschieden werden. Damit die Nieren nicht geschädigt werden, werden sehr hohe Mengen an aktivem Vitamin B6, Zink und zum Teil auch Mangan benötigt, die dem Körper hierdurch verloren gehen. Nun drohen zwei Konsequenzen: Ein Mangel an Vitamin B6, Zink und Mangan mit Folgeerkrankungen oder eine Anhäufung der Pyrrole mit neurologischen Symptomen. Die Entgiftung über die Leber kann durch den Vitalstoffmangel nicht mehr optimal funktionieren.

Was sind die Unterschiede zwischen HPU und KPU?

Die beiden Begriffe werden gerne synonym verwendet, was so aber nicht ganz richtig ist. Im Unterschied zu HPU ist die Hämstörung bei der KPU nicht angeboren, sondern wird nach den Erkenntnissen der Naturheilkunde durch chronische Grunderkrankungen oder Vergiftungen mit Schwermetallen ausgelöst. So die Arbeitshypothese der Orthomolekularmedizin. Die Symptome sind sehr ähnlich, der Unterschied besteht in der Diagnostik. Bei einem HPU-Test wird die genetisch manifeste Stoffwechselstörung aufzeigt, bei der KPU-Diagnostik hingegen werden auch sogenannte Porphyrine gemessen, die aus der Nahrung oder aus Medikamenteneinnahme stammen können.

Welche Beschwerden können aus unserer Sicht auf KPU/HPU hinweisen?

Die HPU oder KPU kann, wie wir glauben, aufgrund des Mikronährstoffmangels der Nährboden für viele Beschwerden sein, die schwierig zu diagnostizieren sein können. Dazu gehören unter anderem:

• Chronische Müdigkeit, Schlafstörungen
• Psychische Beschwerden von depressiven Verstimmungen bis Ängstlichkeit
• Allergien
• Magen-Darm-Beschwerden aller Art und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
• Infektanfälligkeit
• Menstruationsbeschwerden, PMS
• Erhöhtes Risiko für Fehlgeburten
• Gelenk- und Muskelschmerzen
• Wundheilungsstörungen, Haarausfall
• Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto, Hyper- und Hypothyreose

Welche Ursachen hat eine HPU oder KPU aus Sicht der Naturheilkunde?

Die HPU ist in den meisten Fällen genetisch bedingt. Nach neuesten Studien werden eine Mitochondropathie, Medikamenteneinnahme, HWS-Traumata oder eine Borrelien-Infektion ebenfalls als Ursachen in Betracht gezogen.
Die KPU wird vermutlich durch chronische Grunderkrankungen oder Vergiftungen mit Schwermetallen ausgelöst.
Was kann ich bei einer HPU oder KPU für Sie tun?
Um eine HPU nachzuweisen, ist eine spezifische Diagnostik notwendig. Ich arbeite dazu mit einem darauf spezialisierten Labor zusammen. Ob weitere Laboruntersuchungen notwendig sind, besprechen wir gemeinsam im Rahmen einer ausführlichen Anamnese. Das Ziel meiner naturheilkundlichen Behandlung ist Ihre Beschwerdefreiheit. Nach meinen Erfahrungen kann sowohl die HPU als auch die KPU mit verschiedenen Ansätzen aus der Naturheilkunde, aber vor allem einer Substitution der fehlenden Mikronährstoffe gut behandelt werden. Ich habe mit der Orthomolekularen Medizin und einer individuellen Nährstoffgabe gute Erfahrungen gemacht. Zusätzlich sind auch eine Ernährungsumstellung und für Sie passende Methoden zur Stressreduzierung in Betracht zu ziehen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Orthomolekularen Medizin um eine Methode der Naturheilkunde handelt, die von der wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt ist. Weitere Informationen erteile ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Drucken

anmelden